Wie werden politische Problemlösungen gesellschaftlich konstruiert? – Neues Buch zur deutschen Biokraftstoffpolitik erschienen

Biokraftstoffe werden bereits seit den 1980er Jahren als eine potenzielle Lösung für eine Vielzahl von Problemen propagiert: von der Ölabhängigkeit über den Strukturwandel der Landwirtschaft bis hin zum Klimawandel. Vor dem Hintergrund des sprunghaften, teils widersprüchlichen Verlaufs der deutschen Biokraftstoffpolitik zeichnet Bio-Ökopoli-Mitarbeiter und Politikwissenschaftler Thomas Vogelpohl in seiner Dissertation die gesellschaftliche Konstruktion von Biokraftstoffen in den letzten dreißig Jahren sowie ihre Reflexion in politischen Entscheidungen diskursanalytisch nach. Er untersucht, wie Biokraftstoffe in Deutschland als politische Lösungsoption Geltung erlangen und behaupten konnten und wie dieser komplexe soziale Konstruktionsprozess vor dem Hintergrund der historisch spezifischen politisch-institutionellen und paradigmatischen Rahmenbedingungen verstanden werden kann.

Die Dissertation von Thomas Vogelpohl ist nun unter dem Titel „Biokraftstoffpolitik in Deutschland. Zur diskursiven Konstruktion einer multiplen Problemlösung“ bei Springer VS in der Reihe „Energiepolitik und Klimaschutz“ erschienen und ab sofort verfügbar.

Thomas Vogelpohl (2018): Biokraftstoffpolitik in Deutschland. Zur diskursiven Konstruktion einer multiplen Problemlösung. Wiesbaden: Springer VS. DOI: 10.1007/978-3-658-22612-1.

Link: https://www.springer.com/de/book/9783658226114.

20.08.2018
Projekt „Politische Prozesse der Bioökonomie zwischen Ökonomie und Ökologie“ (Bio-Ökopoli)